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seewhatmitchsee/Shutterstock.com

Short-Seller im Angriff: Stärkste Bewegung bei K+S – Millennium Management baut Position bei K+S aus – deutlicher Abbau bei Zalando – insgesamt 4 Veränderungen gemeldet

Aktualisiert am 10.10.2019 um 18:01 Uhr MESZ

Frankfurt am Main/Bonn (spn).

Internationale Hedgefonds nehmen verstärkt deutsche Aktien ins Visier, um auf fallende Kurse zu setzen. Am heutigen Donnerstag (10.10.2019) wurden bei vier Aktien Veränderungen von Netto-Leerverkaufspositionen gemeldet. Dies geht aus den Veröffentlichtungen im Bundesanzeiger hervor.

Ein signifikanter Aufbau von Leerverkaufspositionen kann ein wichtiges Signal für Anleger sein, schließlich rechnen die Leerverkäufer mit fallenden Kursen. Umgekehrt kann ein verstärkter Rückzug eines Hedgefonds aus den Shortpositionen ein Indiz dafür sein, dass wieder mit steigenden Kursen gerechnet wird.

AQR Capital Management führte Liste der Short-Seller an

Millennium Capital baute seine Short-Position bei K+S deutlich aus. Auch bei K+S erfolgte ein Aufbau um 0,04 Prozent (Millennium Management). Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie entsprach diese Veränderung einem absoluten Wert von 928,3 Tsd Euro. Einige Hedgefonds waren sehr aktiv bei Short-Attacken auf deutsche Aktien. AQR Capital Management hielt hier eindeutig das Zepter in der Hand.

Nachfolgend alle aktuellen Veränderungen (prozentual und absolut) sowie neue Positionen von Hedgefonds.

Alle Netto-Veränderungen*, die am 10.10.2019 gemeldet wurden:

1.K+S+0,14 Prozent3,2 Mio EuroMillennium Capital
2.K+S+0,04 Prozent928,3 Tsd EuroMillennium Management
3.Delivery Hero-0,01 Prozent-768,9 Tsd EuroAQR Capital Management
4.Zalando-0,1 Prozent-10,4 Mio EuroAQR Capital Management

*Die Netto-Veränderung gibt an, um wie viele Prozentpunkte sich die Netto-Leerverkaufspositionen zu einer Aktie verändert haben. Die absolute Veränderung bezieht sich immer auf die Marktkapitalisierung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung.

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Hintergrund: Leerverkäufer (auch Short-Seller genannt) sind dazu verpflichtet, ihre Netto-Leerverkaufspositionen offenzulegen, sofern sie gewisse Schwellenwerte überschreiten; das gilt auch bei Veränderungen oder einer Auflösung der Netto-Leerverkaufsposition. Eine Netto-Leerverkaufsposition liegt vor, wenn die Zahl der aktuell gehaltenen Short-Positionen zu einer Aktie die Zahl der gehaltenen Long-Positionen übersteigt. In Deutschland erfolgt die Offenlegung im Bundesanzeiger und zwar bis spätestens 15:30 Uhr am nächsten Handelstag, an dem die Netto-Leerverkaufsposition entstanden ist oder verändert/geschlossen wurde.